Neue Erasmus+-Projekte starten unter erschwerten Bedingungen

Neue Erasmus+-Projekte starten unter erschwerten Bedingungen
Lehrkräfte im Projekt “Education and Entrepreneurship”: Theresa Brüning, Ruth Wehner, Holger Jouppien (von links)

An veränderte Umstände müssen sich drei Kolleginnen und Kollegen der KBS Nordhorn gewöhnen, was die Zusammenarbeit mit den europäischen Partnern im neuen Projekt „Education and Entrepreneurship“ angeht. Nach einem europäischen Kontaktseminar in Budapest konnte Ruth Wehner, Leiterin des Europateams an den KBS, den Kontakt zu einer ungarischen Kollegin vertiefen und so die Teilnahme an diesem Projekt sichern. Weitere Partner finden sich auf den Inseln Teneriffa (Spanien), Sizilien (Italien), Island sowie in Rumänien.

Inhaltlich wird in den nächsten zwei Jahren eruiert, wie das unternehmerische Denken und dazu benötigte Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern gefördert werden können. Dazu sollen Ideen ausgetauscht, durch praktische Durchführung erfahren und weiterentwickelt werden. Dies würde idealerweise im Rahmen von Treffen der Lehrkräfte an den Partnerschulen stattfinden. Dass das im Rahmen der Corona-Krise im nächsten Jahr möglich sein wird, hoffen neben Ruth Wehner auch Theresa Brüning und Holger Jouppien. Allerdings findet die Kommunikation und Kooperation erst einmal im Internet statt.

Die KBS sind in diesem Themenbereich schon seit vielen Jahren auf mehreren Ebenen tätig. Neben den Schülerfirmen Shop4U, Printstar, Travel-X sowie Do IT, in denen die Schüler praktisch das Unternehmertum erfahren, indem sie Produkte und Dienstleistungen anbieten, wird das Denken im Rahmen der Marketingprojekte der FOW-12 sowie der BGW-11 Klassen gefördert. Diese positiven Beispiele dürfen den Gästen der Partnerschulen hoffentlich im nächsten Jahr von den drei betreuenden Kolleginnen und Kollegen vorgestellt werden.

Lehrkräfte im Projekt “Social Inclusion Through Environment” während einer Videokonferenz: Irina Lipovik, Malte Johannink, David Pasalic, Heinz-Georg Beckmann (von links oben im Uhrzeigersinn)

Das zweite Projekt “Social Inclusion Through Environment” findet wie die bisherigen Schulpartnerschaftsprojekte in Form von Arbeitstreffen mit Schülern und Lehrkräften statt. In einem Vorbereitungstreffen Anfang Februar 2020 in Slowenien konnte Heinz-Georg Beckmann, Koordinator für Internationalisierung, mit den Partnern aus dem Ausland den Projektantrag vorbereiten. Dabei sind die KBS Nordhorn zum ersten Mal koordinierende Schule. Weiterhin beteiligt sind Schulen aus Vejen (Dänemark), La Roche-sur-Yon (Frankreich) und Naklo (Slowenien).

Im Projekt werden die beiden großen Erasmus-Themen soziale Inklusion und Umweltbildung behandelt und miteinander verbunden. In allen Ländern hat sich die Notwendigkeit gezeigt, dass gerade bei Schülern mit Lernschwierigkeiten das Bewusstsein für diese Themen verbessert werden kann. Durch Umfragen, Good-Practice-Beispiele und Aktionstage wird den Teilnehmern in schülerorientierter Projektarbeit die Idee der multinationalen Zusammenarbeit vermittelt.

Das erste Arbeitstreffen war bereits für Dezember 2020 in Nordhorn geplant, musste jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben werden. In Nordhorn sollten die Gäste aus den drei Ländern u. a. das umfangreiche Recyclingkonzept im Landkreis kennenlernen. Dies muss nun in den nächsten Monaten nachgeholt werden. Beteiligt am Projekt sind zudem die Lehrkräfte Malte Johannink, Irina Lipovik und David Pasalic. Die Zusammenarbeit mit den Partnern im Ausland beschränkt sich momentan auf die Durchführung von Videokonferenzen. Die praktische Arbeit wird vermutlich erst im nächsten Schuljahr tatsächlich beginnen.

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