Wichtige Auszeichnungen für die Europa-Arbeit

  • Beitrag veröffentlicht:19. Mai 2022
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Europaschule in Niedersachsen und Zertifikat für Exzellenz verliehen

Mitglieder des Europateams und Gäste bei der Veranstaltung, von links: Heinz-Georg Beckmann, Elisabeth Loizeau und Hélène Delaire (Frankreich), Jens C. Bruhn (Dänemark), Nathalie Lebail (Frankreich), Theresa Brüning, Ruth Wehner, Nicole Böhmer, Stefanie Ryan, Björn Böhmer, Holger Jouppien, Gunda Gülker-Alsmeier (Landkreis), Britta Stroot (Schulleiterin, Ulrich Schulte-Wieschen (Landesamt), Thomas Kliemt (Landkreis) sowie Daša Ganna Mahmoud und Katja Marenk (Slowenien)
Ulrich Schulte-Wieschen, Koordinator Europa und Internationales beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung

Bereits im letzten Jahr haben wir zwei bedeutende Auszeichnungen für die seit vielen Jahren vielfältigen europäischen Aktivitäten erhalten. Ein passender Rahmen konnte jedoch erst jetzt gefunden werden. Innerhalb einer Projektwoche mit Partnerschulen aus Dänemark, Frankreich und Slowenien wurden nun die Urkunden an die Schulleiterin Britta Stroot in einem Festakt überreicht.

Um den Titel „Europaschule in Niedersachsen“ zu erhalten, muss eine Schule ihre eigenen Leistungen in acht Bereichen selbst bewerten und eine Punktzahl von mindestens 80 von 140 Punkten erhalten, um mit dem Titel ausgezeichnet zu werden. Wir wurden von der Landesschulbehörde mit 128 Punkten bewertet. Seitens des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung in Osnabrück hat der Koordinator für Europa und Internationales, Ulrich Schulte-Wieschen, die Verankerung der europäischen Idee in der gesamten Schulgemeinschaft hervorgehoben. Von insgesamt gut 185 Europaschulen in Niedersachsen befinden sich derzeit fünf in der Grafschaft Bentheim.

Für das neue Programm der Europäischen Union im Rahmen von Erasmus+ müssen sich Schulen und Institutionen seit dem letzten Jahr in Brüssel akkreditieren lassen. Dies gleicht weitestgehend einer Mitgliedschaft, bedeutet jedoch einen herausfordernden Bewerbungsprozess, wie Heinz-Georg Beckmann, unser Koordinator für Internationalisierung, betonte. In dem Zusammenhang müssen unter anderem eine Internationalisierungsstrategie und ein Erasmus+ Plan erstellt werden. Im letzten Jahr haben insgesamt 500 Schulen und Institutionen die Erasmus+ Akkreditierung erhalten, davon 44 mit dem „Zertifikat für Exzellenz“ für die erfolgreiche Projektarbeit in den letzten Jahren. Diese Ehre ist in Niedersachsen nur 6 Schulen zugesprochen worden, allesamt berufsbildende Schulen.

Kreisrätin Gunda Gülker-Alsmeier spricht ein Grußwort.

Unser Schulträger war durch die Kreisrätin Gunda Gülker-Alsmeier und dem Leiter des Schulamtes, Thomas Kliemt, vertreten. Gunda Gülker-Alsmeier hat in ihrem Grußwort ihre Freude und Bewunderung über die beiden Auszeichnungen zum Ausdruck gebracht. Gerade in diesen Tagen sind Projekte zwischen Schulen aus Europa notwendig, damit Schüler über Grenzen hinausschauen. Dies diene der Völkerverständigung und sichere den Frieden in Europa. 

In den letzten Jahren haben sich verschiedene Schwerpunkte der Europaarbeit an unserer Schule herausgebildet. Neben dem Fremdsprachenangebot und -zertifikaten in Englisch, Spanisch, Französisch und Niederländisch wird seit einiger Zeit die Zusatzqualifikation „Europakauffrau/-mann“ angeboten. Im Rahmen von Partnerschaften kooperiert die Fachoberschule Wirtschaft seit vielen Jahrzehnten durch Marketingprojekte mit niederländischen Hochschulen. Darüber hinaus besteht schulformübergreifend eine Kooperation mit der Handelsschule in Krakau. Studienfahrten führen unsere Schülerinnen und Schüler vielfach ins europäische Ausland. Durch die Teilnahme an Schulpartnerschaftsprojekten innerhalb der EU-Bildungsprogramme Comenius, Leonardo da Vinci und Erasmus+ sind in den letzten Jahren neun große Projekte mit insgesamt über 30 Schulen in Europa entstanden. Und seit 2009 nehmen wir an Mobilitätsprojekten im Rahmen von Leonardo und Erasmus+ teil, in denen Auszubildende für vier Wochen ein Praktikum im europäischen Ausland absolvieren, im nächsten Jahr voraussichtlich mit über 50 Teilnehmenden.

Gespräch beim internationalen Büffet, von links: Kreisrätin Gunda Gülker-Alsmeier, Heinz-Georg Beckmann (Koordinator Internationalisierung), Jens C. Bruhn (Lehrer der dänischen Partnerschule)

Nach dem Festakt konnten die Gäste an einem internationalen Büffet teilnehmen, das durch die Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe zusammengestellt wurde, die sich aus sechs verschiedenen Schulformen zusammensetzen. Die europäischen Tage an unserer Schule gehen indes weiter. Nachdem Anfang Mai bereits in zwei Partnerschaftsprojekten 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus acht Ländern zu Gast waren, werden Mitte Juni acht Gäste aus der nordschwedischen Stadt Övertorneå erwartet, die sich die Gegebenheiten an unserer Schule aber auch an den GBS Nordhorn anschauen möchten.