Die Grafschaft als Vorzeigeregion für modernes Recycling

  • Beitrag veröffentlicht:15. Januar 2015
Die Grafschaft als Vorzeigeregion für modernes Recycling

Europäischer Besuch an den Kaufmännischen Berufsbildenden Schulen

14 Lehrkräfte und 22 Jugendliche aus sechs Nationen waren in der ersten Dezemberwoche zu Gast an den KBS Nordhorn, um an dem fünften Arbeitstreffen des Leonardo-da-Vinci Projektes: „Jobs4Youth – Skills4Companies“ teilzunehmen. Schüler und Schülerinnen aus dem zweiten Jahrgang der Fachoberschule Wirtschaft nehmen seit dem Schuljahr 2012/ 2013 regelmäßig an den Projektreffen teil. Nach Besuchen in Sofia, Caldas da Rainha und Toulouse wurde nun das Treffen in Nordhorn gestaltet. Die Vorbereitung und Durchführung der Woche lag in der Verantwortung der Studienrätinnen Ruth Wehner und Anne Löckner.

Das Projekt basiert auf der fiktiven Gründung einer Firma, die einen Müllsortierungsroboter („Bluebot“) herstellt. Die Verantwortlichkeit für die unterschiedlichen Abteilungen liegt bei den einzelnen Ländern. So sind die griechischen Partner beispielsweise für die Produktion der Roboter, die Spanier für den Bereich IT zuständig, die französischen Partner regeln die Finanzabteilung und die Schüler der FOW 2-1 stellen die Personalabteilung.

Der Schulleiter der KBS, Bernhard Ruelmann, begrüßte die Gäste in einer kleinen Feierstunde sehr herzlich. Besonders betonte er den Stellenwert der europäischen Bildungsarbeit an der Schule und den damit verbundenen Erwerb von internationalen Kompetenzen und die so wichtigen Soft Skills.

Da Deutschland führend im Bereich Recycling ist, wurde für das Treffen in Nordhorn ein besonderer Workshop zu diesem Thema ausgerichtet. Mit großem Interesse verfolgten die Gäste die Erklärungen beim anschließenden Besuch eines hiesigen Supermarktes, wo demonstriert wurde, wie die Nordhorner Bürger selbstverantwortlich sowohl Leer- als auch Pfandgut entsorgen. Dieses System ist bei den europäischen Partnern noch gänzlich unbekannt. In Wilsum führte dann Herr Schüürhuis vom Abfallwirtschaftsbetrieb genauso kompetent wie interessant durch den Hof.

Auch kulturell wurde den Teilnehmer in Nordhorn und näherer Umgebung etwas geboten. Der Besuch der hiesigen Brauerei, eine winterliche Bootstour mit der umweltfreundlichen Vechtsonne und dem Vechtestromer sowie das Erkunden der Nordhorner und Osnabrücker (besondere Bedeutung für Europa als Stadt des Westfälischen Friedens) Weihnachtsmärkte standen auf dem Programm.

Die Woche endete mit einem Farewell-Dinner in der Cafeteria der Schule, das musikalisch von dem ehemaligen KBS-Schüler Tom Wolf begleitet wurde. Eine französische Partnerin fasste die Tage wie folgt zusammen: „It was bitterly cold outside in Nordhorn, but it felt very warm inside.“ Dennoch freuen sich nun alle auf das nächste, meteorologisch sicherlich wärmere Treffen in San Sebastian (Spanien) im März 2015.