Industriefachgruppe besucht die Volkswagen GmbH in Osnabrück

  • Beitrag veröffentlicht:24. September 2013
Industriefachgruppe besucht die Volkswagen GmbH in Osnabrück

Die ehemalige Karmann Produktionsstätte erwacht zu neuer Blüte! Davon konnte sich die Gruppe aus Nordhorn überzeugen.

Als in 2009 die Karmann GmbH in Osnabrück Insolvenz anmelden musste, war die Angst vieler Arbeitnehmer des Autobauers nur allzu verständlich, dass sie ihre Arbeitsplätze verlieren würden. Es begann eine Zeit, in der viele “Karmänner” in anderen Unternehmen eine neue Anstellung fanden, andere tatsächlich arbeitslos wurden. Viele hofften darauf, dass es irgendwie doch noch einen Weg geben werde, zumindest einen Teil der Arbeitsplätze zu erhalten.

Die VW AG in Wolfsburg erkannte früh die Chance, die sich in Osnabrück bot. So konnte VW einen Teil der ehemaligen Karmann Werke, der für die eigene Produktion nutzbar war, kaufen und auch auf einen sehr gut qualifizierten Mitarbeiterkreis zurück greifen. Zumal in Zeiten des Fachkräftemangels ein nicht gering zu schätzender Vorteil des Standortes Osnabrück.

Derzeit sind 1.996 Frauen und Männer bei VW Osnabrück beschäftigt. Das Unternehmen fertigt noch weit unter der Kapazitätsgrenze, ist aber stetig besser ausgelastet. Auf den hochautomatisierten Anlagen werden der VW Golf und der Porsche 911 sowie der Porsche Cayman gefertigt.

Die Kolleginnen und Kollegen wurden von Herrn Reher (Assistent der Produktionsleitung) in gut zwei Stunden durch das Werk geführt. Hierbei bekamen die Besucher detaillierte Informationen über das Unternehmen, seine Produkte und Märkte. Neben den hohen Qualitätsanforderungen (Toleranzen bei Schweißnähten von unter 0,3 mm), die bei der Fertigung einzuhalten sind, gewann die Gruppe einen Einblick in die hochkomplexe Fertigungsweise. Gerade die jüngeren unter den Kolleginnen und Kollegen bekamen schon glänzende Augen, wenn sie die fertigen Porsche bei der letzten Qualitätskontrolle vom Band rollen sahen. Für die älteren war der Gedanke, sich in dieses Sportcoupé zu setzen, eher vom Gedankten geprägt: wie komme ich später wieder raus? So hörte man also, dass der eine sich gern mal mit dem Gefährt auf der Autobahn in Szene setzen würde und der andere vielleicht doch den Golf Plus bevorzugt.

Für die Stadt Osnabrück und vor allem die Arbeitnehmer der ehemaligen Karmann Werke ist der Einstieg von VW sicher ein Glücksfall.

Die Kolleginnen und Kollegen dankten für eine interessante Besichtigung und empfehlen Interessierten, VW Osnabrück auch einen Besuch abzustatten.

G. Bergmann (Fachgruppenverantwortlicher Industrie)