Jennifer Bergmann (Auslandspraktikum auf Malta)

  • Beitrag veröffentlicht:22. Oktober 2015
Jennifer Bergmann (Auslandspraktikum auf Malta)

Bevor ich von meinen Erfahrungen auf Malta berichte, möchte ich mich erst einmal vorstellen. Mein Name ist Jennifer Bergmann, ich bin 18 Jahre alt, wohne in Bad Bentheim und besuche zurzeit die KBS Nordhorn, wo ich in einer Klasse bin, dessen Schwerpunkt auf dem Thema Fremdsprachen liegt. Dieser Schwerpunkt war der Grund, weshalb wir auf das Auslandspraktikum aufmerksam gemacht wurden.

Natürlich klingt das für jeden erstmal spannend, aber ich war mir lange unsicher, ob so ein Praktikum im Ausland wirklich etwas für mich ist, da die Vorstellung so lange ohne meine Familie von Zuhause weg zu sein, mir etwas Angst machte. Letztendlich habe ich mich jedoch trotzdem für ein solches Abenteuer entschieden, da mir klar war, dass dies eine einmalige Chance war. Meine Entscheidung auf Malta fiel ziemlich schnell, weil ich gerne in ein englischsprachiges Land reisen wollte und mich die Kultur und das Leben auf Malta interessiert.

Schneller als erwartet war dann auch der Tag der Abreise gekommen. Mein vierwöchiges Abenteuer begann am 20. September und ich wurde beim Aussteigen aus dem Flugzeug schon von wunderschönem Wetter begrüßt. Ich war in einer Gastfamilie untergebracht, die ich jedoch nach 3 1/2 Wochen verließ, da es einige Probleme gab, sodass ich meine letzten Tage in einer Unterkunft der Sprachschule „ESE-European School of English“ verbrachte, in der ich auch arbeitete. Diese Sprachschule befand sich in dem Ort St. Julian´s.

Meine Aufgabe bestand darin, Gruppen von Schülern auf tägliche Tagesausflüge zu begleiten und sie im Schulalltag zu unterstützen. Ich habe dadurch sehr viele Orte dieser wunderschönen Insel kennenlernen dürfen. Außerdem haben sich meine Sprachkenntnisse dadurch sehr verbessert, da ich mich vier Wochen lang mit Menschen aus verschiedenen Ländern auf Englisch unterhalten musste. Man bekommt bei einer solchen Reise viel mehr Mut im Umgang mit einer Fremdsprache und fühlt sich dabei auf Dauer sicherer.

Zu Malta kann ich sagen, dass diese Insel traumhaft schön ist und es trotz der geringen Fläche von 316 km² erstaunlich viel zu sehen und erleben gibt. Die Menschen dort sind sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Es ist nicht schwer, neue Kontakte zu knüpfen, was wahrscheinlich die Sorge vieler Leute ist, die für eine längere Zeit ins Ausland reisen. Auch die Atmosphäre an meinem Arbeitsplatz war sehr freundlich und aufgeschlossen. Ich wurde direkt herzlich aufgenommen und man hatte viel Spaß miteinander.

Trotz all dieser positiven Erfahrungen, kann ich sagen, dass es nicht immer einfach in einem fremden Land ist. Wie erwartet habe ich meine Familie und Freunde zuhause oft sehr vermisst und es gab Tage, an denen ich gerne einfach nach Hause geflogen wäre. Durch meine vielfältige und abwechslungsreiche Arbeit wurde ich jedoch immer wieder schnell abgelenkt und sehr schnell waren die vier Wochen dann auch schon wieder vorbei.

Am Tag der Abreise war ich unendlich glücklich, wieder nach Hause zu fliegen, aber war gleichzeitig traurig bei dem Gedanken daran, dass ich die Menschen, die ich dort kennen lernen durfte, wahrscheinlich lange oder vielleicht auch gar nicht wieder sehen würde. Für mich steht jedoch fest, dass es nicht das letzte Mal auf Malta war und ich auf jeden Fall für einen Urlaub zurückkommen werde.

Ich kann nur jedem empfehlen, einmal ein solches Abenteuer zu wagen. Es bringt nicht nur den Vorteil mit sich, dass man sich sprachlich weiterentwickelt, man macht auch unvergessliche Erfahrungen, trifft tolle Menschen und wird oft an diese Zeit zurückdenken.